Psyche und Corona – Die Herausforderung währenddessen und danach

Die Herausforderung mit der Isolation während Corona

Warum ich während der Corona-Zeit meine Psyche ignoriert habe und wie ich wieder auf die Spur kam

Wie viele aus meinem Umfeld habe ich das Glück, auch nach über einem Jahr Pandemie nicht an Corona erkrankt zu sein. Ich bin also gesund! Grund zur Freude eigentlich, wenn es hier nicht auch um die psychische Gesundheit gehen würde. Da bin ich genauso froh, dass ich in einem Umfeld mit dem entsprechenden Bewusstsein arbeite. Hier mein aktuelles Alltagserlebnis zum Nachahmen:

Betriebliches Gesundheitsmanagement ist doch unser Thema!

Ja, ganz genau! Intern verwenden wir unser ValueProfilePlus, die wertebasierte Eignungsdiagnostik, natürlich auch. Wir halten uns damit selbst regelmäßig den Spiegel vor. Oftmals merkt man selbst nicht, wie sich die eigene Mentalität im Alltag verändert. Mit den Profilen des Teams im Unternehmen wissen wir praktisch immer gut Bescheid, wie es uns geht und reden viel über Psyche und Corona. Vor kurzem habe ich wieder einmal meine ValueProfilePlus-Durchführung absolviert und ich war von meinem Ergebnis etwas verwirrt. Zum Verständnis ist hier eine Sache wichtig: Schaut man sich bei mir das Ergebnis des betrieblichen Gesundheitsmanagements an, bin ich seit Beginn der Pandemie in den roten Bereich abgedriftet.

ValueBlog - Psyche und Corona

Warum verschiebt sich mein Gesundheitswert auf einmal?

Genau das habe ich mich gefragt. Mein Ergebnispunkt ist hoch. Das bedeutet, dass ich weiß, was mir guttut. Wäre mein Punkt dazu noch im rechten (grünen) Bereich, bedeutet das, ich tue auch diese Dinge. Davon bin ich bis zu dem Zeitpunkt auch ausgegangen. Nun zeigt mein Ergebnis mich aber im linken (roten) Bereich, der bedeutet, dass ich nicht die Dinge tue, die mir guttun. Wie alles in dieser Zeit musste das etwas mit Corona zu tun haben? Meine Situation hat sich nicht viel verändert seit März letzten Jahres. Homeoffice, gemütliche Zeit zu Hause… ich war verwirrt. “Egal, einfach Weitermachen, wird schon, du kennst dich ja aus”, dachte ich.

Was ich aus einem VideoChat meines Chefs mit Mitarbeitenden eines Kunden lernen konnte

Es hat ein großes Meeting mit fast 30 Leuten gebraucht, damit ich auf des Pudels Kern kam. Der Kunde hatte genau dieses Thema ‘Psyche und Corona’ im Auge und möchte sich aktiv für die Gesundheit seiner Mitarbeiter einsetzen. Da sprach Horst, Geschäftsführer von HR24.expert, Dinge an auf die man in dieser Zeit besonders achten soll. Einen dieser Tipps möchte ich nun hier mit Ihnen teilen, weil er mir selbst die Augen geöffnet hat:

“Viel von dem, was Ihnen vor der Coronakrise Freude bereitet hat, fiel im letzten Jahr komplett weg.
Überlegen Sie sich Alternativen, mit denen Sie diese Dinge bestmöglich ersetzen können.”

Da war mir auf einmal klar, dass ich die Dinge, die mir guttun, durch die Pandemie nicht mehr zur Verfügung standen. Ich hatte da kein Augenmerk darauf und mein Profil hat es mir doch ganz klar nur wenige Tage zuvor gezeigt!

Was man jetzt für seine Psyche tun kann

Überraschung: Gesund sein bedeutet wohl mehr, als nur nicht krank zu werden. Und Hand aufs Herz: Was haben wir das letzte Jahr neben Arbeiten gemacht, zu Hause sitzen und vielleicht mal ein Familienmitglied sehen? Den Effekt der Corona-Krise auf die Psyche habe ich wohl wie viele andere unterschätzt. Ich habe kaum Tätigkeiten ersetzt, die mit vorher Freude bereiteten. Konzerte, Kino, mit Freunden essen gehen… all das fiel weg und ließ währenddessen Platz für Neues, was ich aber nicht in die Praxis umgesetzt habe. Was hilft am besten in dieser Situation: Holen Sie sich einen Zettel. Schreiben Sie alles auf, was Sie vor Corona gerne gemacht haben. Welche dieser Tätigkeiten fielen weg? Für diese versuchen Sie am besten, eine andere positive Tätigkeit zu finden. Auch wenn es eine Herausforderung ist, aus der kleinen Auswahl an Aktivitäten zu wählen, ist es das doch wert.

Wir haben heute unzählige digitale Möglichkeiten, in Kontakt zu bleiben. Manchmal braucht es nur einen Schubs, um aus dem Corona-Trott herauszukommen, Ihre Psyche wird es Ihnen danken. Ob mehr Kontakt zu Freunden oder ein neues oder wieder aufgenommenes Hobby – probieren Sie es aus!

Nicht zweifeln, sondern tun!

Wie steht es um Ihre Gesundheit in dieser Zeit? Möchten Sie für sich oder für Ihr Unternehmen eine BGM Aufstellung, um präventiv handeln zu können? Stellen Sie gerne eine Anfrage.

Bei unserem Kunden steht nun genau dies als Projekt an. Viele kommen Stück um Stück aus dem Homeoffice zurück ins Büro oder in die Halle. Durch Wechseldienste hat man sich als Team nun so lange nicht mehr gesehen, dass neben der individuellen Psyche auch die sozialen Effekte einer Pflege bedürfen. Deshalb bat uns der Kunde eine ‘VideoChat-Sprechstunde’ einzurichten, die sich die Belegschaft frei und anonym buchen kann. Außerdem werden zeitnah Team-Workshops mit unserem ValueGame geplant, um die Rückkehrer-Storming-Phase zu verkürzen.

Ich für meinen Teil gehe jetzt in einen VideoChat-Mädelstag! Ich wünsche allen, die das lesen, dass Sie den Pandemie-Endspurt gut durchhalten!

TIPP: Lesen Sie auch unseren ValueBlog-Beitrag zu ‘Corona im Recruiting

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