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Die Werteräume in ValueProfilePlus

Was sind Werteräume?

Befinden Sie sich in der Gruppe oder sind sie bei sich?

In der Wertematrix von ValueProfilePlus gibt es zwei Werteräume, Außen und Innen. Dieser übergeordnete Aufbau dient der strukturierten Betrachtung der Erkenntnisse und dem besseren Überblick der Ergebnisse.

Eine universitäre Betrachtung des Werteraums im Allgemeinen bezeichnet ihn als die Gesamtheit aller Werte, die für eine bestimmte (z.B. kulturelle) Gruppe von Individuen relevant sind. Sein Inhalt gibt somit an, welche Werte überhaupt von Menschen für wichtig gehalten werden. Bedeutende soziologische Ansätze, die den Werteraum beschreiben, stammen von Inglehart und Klages sowie Franz und Herbert. Inglehart sieht den Werteraum als ein eindimensionales Kontinuum mit zwei Polen an. Ingleharts Ansatz wurde vielfach kritisiert und gilt als umstritten, da laut Klages, Inglehart mit seinem eindimensionalen Ansatz nur einen kleinen Teil des Individuums beschreibt.

ValueProfilePlus betrachtet das Individuum mehrdimensional und geht deutlich über obige Konzepte hinaus. Dafür wird das Gesamtbild in unterschiedlichen Ausprägungen (zusätzlich auch noch mit zwei Lösungskonzepten – Plan-A/Plan-B) analysiert und darstellt. Die Ergebnisse werden dabei zum einen isoliert, zum anderen verbindend aufbereitet. So entsteht dann, in Verbindung mit den Wertedimensionen (als zentrales Element des ValueProfilePlus-Wertemodells) die ValueProfilePlus-Wertematrix.

Werteraum: Umwelt / Außen

Das Außen beschreibt alle Beziehungen des einzelnen Menschen zu seiner Umwelt. Es geht also um die Wechselwirkung mit anderen Menschen, wie Ereignisse auf Ihn wirken, welche Eindrücke er wie wahrnimmt und in die andere Richtung, wie er dann mit diesen auch wieder interagiert. Dieser Werteraum lebt also von der Beziehung zur Umgebung und formt uns, wie auch wir ihn formen. Auf die Arbeitsumgebung bezogen zeigt sich hier, wie wir also mit Kollegen, Vorgesetzten, Mitarbeitern und auch unseren Aufgaben umgehen. Bezogen auf die Kompetenz passen zum Beispiel folgende generelle Gedanken zu diesem Werteraum: Wie fühlen sich die anderen? Welches Problem gilt es zu lösen und wie passen die unterschiedlichen Lösungskonzepte dazu? Welche Vorschriften gilt es zu beachten?

Unser Umgang mit den Antworten auf diese Fragen bildet die Wechselbeziehung mit der Umwelt ab. Können Sie sich also am besten entfalten, wenn Sie auf die Gefühle anderer offen eingehen oder sich besser zurückhalten? Wirken andere Menschen eher harmoniebedürftig oder argwöhnisch zurückhaltend? Ist Stillstand Rückschritt oder liegt in der Ruhe die Kraft? Komme ich besser mit ruhigen Typen oder treibenden zurecht? Ist Flexibilität oder Linientreue bevorzugt? Ist mir mein Gegenüber zu sprunghaft oder zu dogmatisch? Im Außen beschäftigen wir uns also um alle, was uns umgibt, indem wir dies wahrnehmen, verarbeiten und darauf wirken. Somit stellen wir hier fest, ob jemand oder etwas zu uns passt.

Werteraum: Selbst / Innen

Im Innen geht es um das individuelle Selbst. Hier nimmt ValueProfilePlus also alle externen Faktoren aus der Gleichung. Diese Betrachtung isoliert den persönlichen Status Quo des einzelnen Menschen im ersten Schritt. Es geht also nicht mehr um die Menschen und Erlebnisse der Umwelt, sondern um Sie alleine. Hier wird sichtbar, was uns von innen heraus leitet und wie wir uns individuell aufstellen. Die Fragestellungen der Kapazitäten in diesem Werteraum sind zum Beispiel: Wer bin ich? Was kann ich? Wofür tue ich das alles? Die Intensität gibt dann Antworten zu den Fragen: Wie stark beachte ich meine eigenen Bedürfnisse? Kann ich meine Stärken wirkungsvoll einsetzen? Richte ich meinen Maßstab lieber lang- oder kurzfristig aus? Diese Selbstkenntnis ist Basis für unseren Umgang mit uns selbst und hat entscheidenden Einfluss auf unsere Gesundheit und die individuelle Entwicklung. Dieser Werteraum liegt oftmals im Dunkel, nicht nur für unsere Umgebung.

Wechselbeziehungen

Selbstverständlich gibt es starke Wechselbeziehungen zwischen Innen und Außen. So wirkt externes Feedback, im Sinne von Lob und Tadel, auf das innere Erfolgsgefühl. Die überwiegende Mehrheit kann die Umwelt treffsicherer beurteilen als das eigene Selbst. Dies kann daran liegen, dass wir früher und ausgeprägter lernen, unsere Umgebung zu beurteilen. Schon sehr früh hören Kinder: „Das tut man nicht!“ Dieser Umwelteinfluss durch Erziehende baut das formale Verständnis von Regelwerken auf. Wir „üben“ also schon sehr früh, mit unserer Umwelt zu interagieren und bauen somit unsere Kapazitäten in diesem Bereich kontinuierlich auf und aus. Im Innen, also bei der Selbstreflektion sieht das anders aus. Es dauert, bis das Selbst-Bewusst-Sein aufgebaut wird. Ein weiterer Grund, warum wir andere leichter, schneller, konsequenter beurteilen liegt wohl darin, dass ein negatives Urteil nicht so weh tut, sobald es nicht uns selbst betrifft.

Die Forderung, dass „der Arbeitgeber“ (also die Führungskräfte, welche auch „nur“ Menschen sind) ein gutes Klima, eine angenehme Arbeitsumgebung mit Wertschätzung, Respekt und Vertrauen zu bilden haben, erfordert, dass jeder einzelne wenigstens ein Bisschen seines Selbst nach außen preisgibt. Ohne dies bleiben alle Bemühungen zur Verbesserung geprägt von Versuch und Irrtum, wofür in einer Arbeitsbeziehung zu wenig Zeit und Mittel zur Verfügung stehen. Auch hier ist es also wichtig, die Erwartungshaltungen (Anforderungsdefinitionen) transparent und klar zu machen, um ein Bestfit des Miteinander zu erreichen. Sich zu öffnen bietet dem Gegenüber die Chance, es recht zu machen und hilft allen beteiligten bei der Optimierung des Miteinander.

Schlussfolgerung

Es genügt also nicht, lediglich einen der beiden Werteräume zu analysieren. Achtet man ausschließlich auf das Verhalten im Außen oder überbetont man die inneren Werte, so beachtet man den Menschen nicht in seiner Ganzheit und Komplexität. Im Arbeitsleben dominiert der Werteraum Umwelt / Außen sehr stark. Dies entsteht dadurch, dass dieser einen stärkeren Einfluss auf das Arbeitsergebnis hat. Das Innen hingegen beherrscht das Thema der Bindung und ist somit ausschlaggebend für Fluktuation und Einsatz. Um zum Beispiel zu motivieren muss man wissen, wie Impulse der Umwelt wahrgenommen und wie diese dann im Selbst gewertet werden. Diese gesamtheitliche Betrachtung ist sicher nicht immer einfach, je klarer diese erkannt und verarbeitet wird, desto erfolgreicher und zufriedener gestaltet sich die Zusammenarbeit und das Leben. Deshalb bietet ValueProfilePlus sowohl den strukturierten Blick auf die einzelnen Werteräume, wie auch die Wechselbeziehungen dazu.

Das Besondere

Der Aufbau von ValueProfilePlus verbindet somit gleich mehrere Disziplinen. So finden sich Perspektiven aus Psychologie, Soziologie und Philosophie im Kern des Aufbaus. Vereinfacht kann man sagen, dass das Vorhandensein eines Wertemodells und dessen Abbildung den philosophischen Aspekt abdeckt. Das Selbst ist eine Komponente der Psychologie und bei der Umwelt spielen soziale Wechselbeziehungen eine große Rolle. Diese Gesamtansicht dann durch die ValueProfilePlus-2D© Ansicht trotz seiner Komplexität so strukturiert erkennbar zu machen, macht ValueProfilePlus so einzigartig und wertvoll.

 

Lesen Sie über die weiteren Bausteine des Wertemodells von ValueProfilePlus in unserem Blog-Artikel “Die Wertedimensionen in ValueProfilePlus”.

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