Das Wertemodell von ValueProfilePlus

Wertematrix von ValueProfilePlus

Werte – die Basis unseres Handelns

ValueProfilePlus baut auf einem konsistenten und praxiserprobten Wertemodell auf. Hintergrund hierfür ist die sogenannte formale Axiologie (methodisch definierte Wertewissenschaft). Die Umsetzung in ValueProfilePlus ist praxisorientiert und auf maximalen Nutzen ausgelegt.

Da der Mensch ein komplexes Individuum ist, werden die Ergebnisse der Durchführung aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet. Dies bietet tiefe Einblicke in Kompetenzen und Präferenzen, Motivatoren, Neigungen und Talente. Aus den Perspektiven Wertedimensionen, Werteräume und Lösungskozepte (Situationen) ergeben sich zwölf Handlungsfelder, welche nachfolgend beschrieben werden. Für die Visualisierung der Ergebnisse verwenden wir dann die einzigartige ValueProfilePlus-2D-Darstellung.

Über den jeweiligen Report hinaus bietet das ValueProfilePlus-Wertemodell einen stabilen Rahmen zur Kommunikation. Ob individuelle, Team weite oder Unternehmenswerte – der einheitliche Rahmen bietet die Möglichkeit zur Standardisierung und damit transparenten Vererbung von Wertevorstellungen.

Wertedimensionen

Die Basis des Wertemodells sind die drei Wertedimensionen: menschlich, praktisch und formal.

menschlichWertemodell, Wertedimension, menschlich

Das Menschliche macht uns einzigartig. Es spiegelt das singuläre Konzept der Individualität wider. Es ist ‘bunt’ und unterscheidet uns von Maschinen. Hier finden wir Emotionen, das soziale genauso wie das eigene Ich. Die Vielzahl an individuellen Eigenschaften des Menschen lässt sich nicht so einfach rational differenzieren wie die anderen beiden Wertedimensionen. Möchte man die Wertigkeit dieser Wertedimension mathematisch formulieren, so wird sie im ValueProfilePlus-Wertemodell als ∞ (unendlich) wertvoll eingestuft.

praktischWertemodell, Wertedimension, praktisch

Das Praktische fokussiert auf den Problem-Lösungs-Komplex. Sinnhaftigkeit und Nutzen stehen im Fokus. Es gilt Informationen zu sammeln und zu verarbeiten um zu entscheiden, was einen am besten weiter bringt. Es geht um Lösungen, welche in Graustufen zueinander abgewogen werden. Gute Lösungen zur Wirkung zu bringen geben uns das Gefühl des Erfolgs. Da Lösungen abhängig von Ihrer Komplexität gewichtet werden können wird diese Wertedimension im ValueProfilePlus-Wertemodell mathematisch übersetzt mit 2 < n < ∞ bewertet, wobei n die Anzahl Eigenschaften ist.

formalWertemodell, Wertedimension, formal

Das Formale beschreibt alles, was mit theoretischen Definitionen zu tun hat. Hierzu gehören beispielsweise Gesetze, Richtlinien, Spielregeln, Vereinbarungen und ähnliches. Es geht darum, Situationen und Entscheidungen gegen einen Maßstab zu prüfen. Als Ergebnis jeder formalen Prüfung kommt heraus, ob die theoretische Definition eingehalten wurde oder nicht. Es handelt sich also um binäre Ergebnisse, wie ja / nein oder schwarz / weiß. Deshalb lässt sich hier in der mathematischen Betrachtung eine zwei-Wertigkeit festhalten.

Ohne Anforderungsdefinition ergibt sich daraus eine Wertehierarchie, in welcher menschlich (∞) mehr wert ist als praktisch (2 < n < ∞) und praktisch mehr als formal (= 2). Zusammenfassend kann dies auch wie folgt ausgedrückt werden:

menschlich > praktisch > formal

Dabei sichert das Formale das Praktische ab, welches wiederum dem Menschen nutzen soll.

Werteräume

Um Ihre Er­geb­nis­se dif­fe­ren­ziert be­trach­ten zu kön­nen, tren­nen wir in zwei ‘Wer­te­räu­me’.

Umwelt (außen)Wertemodell, Werteraum, aussen

Im Außen befinden wir uns in der Gesellschaft mit anderen Menschen, im sozialen Umfeld. Stellen Sie sich bitte vor, dass alles außerhalb Ihrer Haut Ihre ‘Umwelt‘ bedeutet. Hier haben wir andere Menschen um uns herum und interagieren mit diesen, sprich wir wirken auf die anderen und diese auf uns.

Selbst (innen)Wertemodell, Werteraum, innen

Im Innen geht es ausschließlich um ‘mich’ selbst und nicht mehr um die anderen. Was Sie innerhalb Ihrer Haut werten, also wenn Sie in sich hinein hören oder sehen und wir uns alle anderen um Sie herum wegdenken, bezeichnen wir als das ‘Selbst‘.

Wir haben somit zwei Werteräume: ‘Außen’ und ‘Innen’ oder fachlicher ausgedrückt ‘interpersonal‘ und ‘innerpersonal‘.

Lösungskonzepte / Situationen

In uns leben zwei Lö­sungs­kon­zep­te, durch wel­che wir auf be­son­de­re Si­tua­tio­nen be­son­de­re Maß­nah­men er­grei­fen kön­nen. Bei rou­ti­ne­mä­ßi­gen Ab­läu­fen in Stan­dard-Si­tua­tio­nen also im ‘All­tag’ nut­zen wir un­se­ren Plan-A. Hilft uns die­ser nicht wei­ter und kom­men wir in Aus­nah­me-Si­tua­tio­nen, den ‘Kon­flikt’, schal­ten wir um auf Plan-B.

Plan-A (Alltag)Wertemodell, Lösungskonzept, Situation, Plan-A, Alltag

Im Plan-A wenden wir ein Vorgehensmodell an, welches unseren Grundwerten entspricht. Die Welt ist in Orndung, wir fühlen uns wohl und können frei agieren. In diesem Modus können wir unsere Leistungsfähigkeit am gesündesten entfallten, da Motivationen, Neigungen, Kompetenzen und Präferenzen in Einklang mit uns und unserer Umgebung sind.

Plan-B (Konflikt)Wertemodell, Lösungskonzept, Situation, Plan-B, Konflikt

Im Plan-B wechseln wir auf ein zweites Lösungskonzept, da wir die Situation (unbewusst) so einschätzen, dass wir sie nicht mehr mit unserem Plan-A bewältigen können. Wir verändern dabei individuell unsere Wertung in allen Handlungsfeldern und gehen somit anders an die veränderte Situation heran.

Das Umschalten von Plan-A auf -B nennt sich auch Eskalation, wodurch ValueProfilePlus das Eskalationsmodell aufzeigt. Dieses muss nicht sprunghaft oder extrem sein, sondern verläuft stufenlos und unterschiedlich stark ausgeprägt. Ur­sa­che(n) für die Eskalation kön­nen z.B. Zeit­man­gel(-druck), Un­ter- oder Über­for­de­rung, Auf­ga­ben­über­flu­tung oder eine un­pas­sen­de (Füh­rungs-)Rolle sein.

Der ‘Konflikt‘ ist hierbei etwas sehr wertvolles und hilfreiches, denn ohne Alternative würden wir oftmals scheitern. Umgangssprachlich ‘tritt man dann auf der Stelle’ oder will ‘mit dem Kopf durch die Wand’.

Die zwölf Handlungsfelder der Wertematrix

Aus der Kombination der drei Wertedimensionen, der beiden Werteräume und der zwei Lösungskonzepte setzt sich die ValueProfilePlus-Wertematrix zusammen. In dieser finden wir somit folgende zwölf Handlungsfelder:
  • Empathie

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    Umwelt / aussen | Plan-A / Alltag | menschlich

    Empathie bezeichnet die Fähigkeit, Gedanken, Emotionen, Absichten und Persönlichkeitsmerkmale eines anderen Menschen oder eines Tieres zu erkennen und zu verstehen. Zur Empathie gehört auch die eigene Reaktion auf die Gefühle anderer wie zum Beispiel Mitleid, Trauer, Schmerz oder Hilfsimpuls.

    Kompetenz: Wie treffsicher kann ich Gefühle anderer erkennen?
    Präferenz: Vertrauen verdienen oder Vorschuss geben? Auf Distanz oder offen?

  • Nutzen

    Wertemodell, Werteraum, aussenWertemodell, Lösungskonzept, Situation, Plan-A, AlltagWertemodell, Wertedimension, praktisch

    Umwelt / aussen | Plan-A / Alltag | praktisch

    Nutzen kann Handeln erklären, z. B.: Die Individuen verhalten sich so, dass sie ihren Nutzen maximieren und Alternativen bewerten, z. B.: Wenn ein erkannter Zustand einen größeren Nutzen hat als der bestehende Status quo, dann bedeutet die Verwirklichung eine Verbesserung. Die Intensität in diesem Handlungsfeld wird auch als ‘Treiberkomponente’ bezeichnet, da sie zeigt, wie stark man Dinge vorantreibt.

    Kompetenz: Wie treffsicher kann ich Probleme und passende Lösungen erkennen?
    Präferenz: In der Ruhe liegt die Kraft? Oder: Stillstand ist Rückschritt?

  • Struktur

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    Umwelt / aussen | Plan-A / Alltag | formal

    Strukturen sind Muster von Systemelementen (theoretische, formal ordnende Definition) und ihrer Wirk-Beziehungen (Relationen) untereinander, also die Art und Weise, wie die Elemente eines Systems aufeinander bezogen sind (durch Beziehungen ‘verbunden’ sind). Es geht um das Beachten von Formalien und Ordnungsschemen und damit die Fähigkeit, hinter den aktuellen und operativen Erfordernissen die langfristigen Folgen und das grundsätzlich Bedeutende zu sehen und zu berücksichtigen – somit das Erkennen von Systemen, Hierarchien, Normen und Richtlinien, aber auch von Taktik oder Intrige.

    Kompetenz: Welche Regeln gelten?
    Präferenz: Sind Änderungen willkommen? Oder: Das haben wir schon immer so gemacht!

  • Sozialkompetenz

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    Umwelt / aussen | Plan-B / Konflikt | menschlich

    Sozialkompetenz, häufig auch ‘Soft Skills’ genannt, ist die Gesamtheit persönlicher Fähigkeiten, die dazu beitragen, individuelle Handlungsziele mit den Einstellungen und Werten einer Gruppe zu verknüpfen und in diesem Sinne auch das Verhalten von Mitmenschen zu verstehen und zu beeinflussen. In der Lage zu sein, zwischenmenschliche Probleme zu lösen, bezeichnen wir als Sozialkompetenz.

    Kompetenz: Kann ich mich von mir selbst lösen?
    Präferenz: Einmischen oder raushalten? Einfühlsam oder “professionell”?

  • Ergebnis

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    Umwelt / aussen | Plan-B / Konflikt | praktisch

    Ergebnis ist das Ende eines Prozesses, eines Ablaufes von Handlungen, Aktivitäten und geistigen Überlegungen (z. B. die Erreichung einer Problemlösung), also das, was durch einen Vorgang resultiert.

    Kompetenz: Wie löse ich das Problem am besten?
    Präferenz: Soll ich mich zurückziehen? Soll ich “Gas geben”?

  • Strategie

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    Umwelt / aussen | Plan-B / Konflikt | formal

    Strategie ist ein unter Berücksichtigung der verfügbaren Mittel und Ressourcen längerfristig ausgerichtetes Anstreben eines Ziels. Sie enthält geplante Verhaltensweisen zur Erreichung einer getroffenen oder verworfenen Definition. Veränderung und Nachhaltigkeit sind Pole, welche sich im Wechselspiel befinden.

    Kompetenz: Welche Zusammenhänge spielen eine Rolle?
    Präferenz: Flexibilisieren oder Qualität sichern? Wechsel oder Beständigkeit?

  • Ego

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    Selbst / innen | Plan-A / Alltag | menschlich

    Ego aus dem griechischen ist zum lateinischen das ‘Ich’ ein exaktes Synonym. Der Begriff Egoismus hat eine andere Bedeutung und darf hier nicht gleichgesetzt werden. Unser Ego bezeichnet den Selbstsinn (Selbstbewusstsein und Selbstaktivität) in der Psychologie, Philosophie, der Religion und anderen Wissenschaften.

    Kompetenz: Wer bin ich? Wie gut kenne ich mich?
    Präferenz: Hinten anstellen oder für sich stehen?

  • Erfolg

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    Selbst / innen | Plan-A / Alltag | praktisch

    Erfolg bezeichnet die Fähigkeit zu interpretieren, ob die selbst gesetzten Ziele erreicht wurden. Bei Zielen kann es sich um eher sachliche wie Einkommen oder um emotionale Ziele wie Anerkennung handeln. Ihre Erfolgsorientierung, mit der Fragestellung „Was ist meine Funktion bzw. Rolle?“ und wie führe ich diese zum Erfolg, zeigt, wie zufrieden Sie in Ihrer aktuellen Aufgabe sind. Je höher hier Ihre Kapazitäten sind, umso besser passt eine Rolle zu Ihnen. Die Intensität zeigt, ob Sie Ihren Erfolg auch empfinden. Es geht darum, die eigene Funktion zu erkennen und die eigenen Stärken zu erfassen, sie mit anderen zu vergleichen und einen Unterschied bewirken zu wollen.

    Kompetenz: Was macht mich erfolgreich?
    Präferenz: Spüre ich das Wirken meines Tuns ausreichend?

  • Ziel

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    Selbst / innen | Plan-A / Alltag | formal

    Ziel ist ein in der Zukunft liegender, zum Gegenwärtigen im allgemeinen veränderter, erstrebenswerter und angestrebter Zustand (Zielvorgabe). Ein Ziel ist somit ein definierter und erarbeiteter Zustand innerhalb einer Ereignisfolge, meist einer menschlichen Handlung zu einem Zweck. Dies ist die konzeptionelle Skala der Selbststrategie und somit der längerfristigen Ausrichtung der eigenen Person. Sie zeigt auf die Frage nach dem „Wofür bin ich auf der Welt?“, „Wofür tue ich das alles und wohin soll es mich führen?“. Die Aufgabe ist, eine stimmige, mittel- bis langfristige persönliche Verankerung in der Welt zu erkennen und anzustreben – die eigenen Ziele, Prinzipien und Werte tatsächlich zu leben. Die Vorstellung von uns selbst sowie den Maßstäben und Regeln, wie wir unser Leben führen wollen, bewusst vor sich zu haben.

    Kompetenz: Sind meine Ziele klar definiert?
    Präferenz: Kurz-, mittel- oder langfristig?

  • Leistung

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    Selbst / innen | Plan-B / Konflikt | menschlich

    Leistung beschreibt den Effekt gezielter Handlungen, durch die Aufgaben oder Tätigkeiten in zufriedenstellendem Maße erfüllt werden. Der Erhalt der Leistungsfähigkeit wie auch der Leistungsmotivation ist eine aktuelle Herausforderung. Um eine Leistung langfristig stabil erbringen zu können, ist körperliche Leistungsfähigkeit, psychische Belastbarkeit, Ausdauer und Motivation erforderlich.

    Kompetenz: Was tut mir gut? Was schadet mir?
    Präferenz: Achte ich auf mich oder verbrenne ich schon unbewusst?

  • Positionierung

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    Selbst / innen | Plan-B / Konflikt | praktisch

    Positionierung bedeutet das Einordnen in eine Position im übertragenen Sinne: das Vertreten eines Standpunktes, einer Meinung oder das Einnehmen eines Ranges in einer Rangordnung. Es geht darum Unterschiede zu definieren, über welche man wirken und beeinflussen kann.

    Kompetenz: Was kann ich mir leisten?
    Präferenz: Wo liegen meine Stärken? Welche Rolle passt zu mir?

  • Ausdauer

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    Selbst / innen | Plan-B / Konflikt | formal

    Plan-B / Konflikt /Ausdauer (Beharrlichkeit, Durchhalte-, Stehvermögen) bezeichnet die im Charakter begründete Fähigkeit eines Menschen, ein Ziel auch dann mit unverminderter Motivation zu verfolgen, wenn die Anstrengung über eine längere Zeit oder gegen Widerstände aufrechterhalten werden muss.

    Kompetenz: Wie klar sind mir meine eigenen Maßstäbe?
    Präferenz: Halte ich an meinen Zielen fest, oder ist es besser etwas abzuweichen?