Warum Typologien in der Personalauswahl ungeeignet sind

Warum Typologien in der Personalauswahl ungeeignet sind

In der Psychologie bezeichnet die Typologie die Zuordnung von Objekten zu Gruppen aufgrund von gleichen oder ähnlichen Merkmalen.

Es handelt sich dabei um eine Methode Messungen in Tests durchzuführen und die Ergebnisse anzugeben. Der Myers-Briggs-Typenindikator (MBTI), um nur eines von vielen Beispielen zu nennen, nutzt diese Methode. Dabei werden die Probanden in 16 Persönlichkeitstypen unterteilt. Er ist an C. G. Jung angelehnt. Würde man diesen Test mit der gesamten Menschheit durchführen, dann würde man 7,7 Milliarden Menschen in 16 Gruppen unterteilen. Diese Verallgemeinerung ist schlichtweg nicht möglich.

Ein Großteil der heutigen Verfahren in der Personal- und Eignungsdiagnostik basieren auf den Lehren von C. G. Jung und M. W. Marston. Beide haben mit dem Prinzip der Typologien gearbeitet.
Vorteilhaft an Typologien sind die simple Erstellung und die leicht verständlichen Ergebnisse. Jedoch führt dieses einfache Prinzip zu Ungenauigkeit und Fehlern. Typisierung kann man als Schubladendenken betrachten. Diese Stereotypisierung vernachlässigt die Individualität der Menschen und versucht die Weltbevölkerung auf eine geringe Anzahl von Gruppen zu reduzieren. Dies liefert jedoch keine aussagekräftigen Ergebnisse.

Dieses Prinzip findet sich auch bei der Zuordnung von Sternzeichen in der Astrologie wieder. Das gleiche Merkmal ist dabei der Geburtszeitraum. Anhand dessen werden Gruppen von Menschen unterschieden, die Sternzeichen, und ihnen werden angeblich passende Persönlichkeitseigenschaften zugeordnet. Erweiterungen, wie der Aszendent, werden ähnlich wie bei anderen “Verfahren” dazu eingesetzt, die “Aussagetiefe” scheinbar zu verstärken.

Menschen sind einzigartig und sollten deshalb nicht stereotypisiert werden. Dennoch nutzen viele klassische Verfahren, die an C. G. Jung und M. W. Marston angelehnt sind, dieses Prinzip.

ValueProfilePlus hingegen ermöglicht eine Messung, welche die Individualität erhält. Hierfür werden die Probanden nicht über ihre Ergebnisse Gruppen zugeordnet, sondern die Werte der Menschen stark differenziert gemessen. Weiterhin werden auch die Wertekompetenz und der Umgang damit erfasst.

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